Sag Nein – Vereine & Organisationen

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Sag Nein ist eine Initiative, die sich gegen die bundesweite Ausweitung und Anwendung der AVR-EKD sowie gegen die Vereinheitlichung kirchlicher Arbeitsrechtsregelungen wendet. Im Mittelpunkt steht die Kritik an Plänen, eine einheitliche Arbeitsrechtliche Kommission durchzusetzen und Landeskirchen…

Sag Nein ist eine Initiative, die sich gegen die bundesweite Ausweitung und Anwendung der AVR-EKD sowie gegen die Vereinheitlichung kirchlicher Arbeitsrechtsregelungen wendet.

Im Mittelpunkt steht die Kritik an Plänen, eine einheitliche Arbeitsrechtliche Kommission durchzusetzen und Landeskirchen dazu zu bewegen, auf eigene regionale Kommissionen zu verzichten. Die Initiative argumentiert, dass kirchliches Arbeitsrecht von regionalen Besonderheiten lebt und dass Fragen der Ausgestaltung von Arbeitsverhältnissen sinnvoll in regionalisierten Gremien verhandelt werden. Als Beispiel werden Unterschiede bei der Refinanzierung von Erzieherinnen in Kindertagesstätten in den Bundesländern genannt, die sich direkt auf die Personalgewinnung und die Finanzierbarkeit von Vergütung auswirken können.

Inhaltlich setzt sich das Angebot mit typischen Begründungen für eine Vereinheitlichung auseinander und stellt ihnen Gegenargumente gegenüber. Diskutiert werden unter anderem die Behauptung, durch eine zentrale Kommission lasse sich Geld sparen, sowie die Frage, ob eine grössere, einheitliche Struktur tatsächlich zu besserer Qualität in der Interessenvertretung führt. Ebenfalls thematisiert wird der Vergleich mit dem TvÖD und die Herausforderung, unterschiedliche Tätigkeitsfelder und Berufsgruppen angemessen abzubilden, etwa in Bereichen wie Sozialberatung, Erziehungsarbeit, offenen Ganztags-Konzepten sowie bei Küstern und Kirchenmusikern. Dabei wird deutlich gemacht, dass die Übertragung oder Ableitung von Regelungen nicht als rein formaler Akt verstanden wird, sondern Kenntnisse landesrechtlicher Rahmenbedingungen und der jeweiligen Praxis voraussetzt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den praktischen Folgen eines Systemwechsels in bestehenden Arbeitsverhältnissen. Die Initiative verweist darauf, dass Arbeitsrechtsregelungen Bestandteil von Arbeitsverträgen sind und ein Austausch bestehender Regelwerke nicht ohne Weiteres funktioniert, insbesondere mit Blick auf langjährige Beschäftigte, Änderungsmöglichkeiten und den Umgang mit Übergangsregelungen. Damit richtet sich die Argumentation an Personen, die in kirchlichen Strukturen Verantwortung tragen oder Entscheidungen vorbereiten, sowie an alle, die von arbeitsrechtlichen Regelungen im kirchlichen Umfeld betroffen sind.

Das Angebot ist als Positions- und Informationsplattform angelegt und strukturiert die Argumentation in Form von Thesen und Hintergrundtexten. Zusätzlich gibt es einen eigenen Bereich, der sich explizit an Synodale richtet und die Diskussion um die AVR-EKD, die Rolle der Kommissionen und die Auswirkungen einer Vereinheitlichung aufgreift. Zentrale Anlaufstelle ist https://www.sag-nein.info.