re(s)public collective – Bildung
sharingpathstocreation.org
re(s)public collective entwickelt mit Sharing Paths to Creation ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, das kreative Prozesse als Narrative sichtbar macht und Methoden über Disziplinen hinweg miteinander in Beziehung setzt. Im Mittelpunkt steht eine fortlaufende Open Call Struktur: Teilnehmende…
re(s)public collective entwickelt mit Sharing Paths to Creation ein interdisziplinäres Forschungsprojekt, das kreative Prozesse als Narrative sichtbar macht und Methoden über Disziplinen hinweg miteinander in Beziehung setzt.
Im Mittelpunkt steht eine fortlaufende Open Call Struktur: Teilnehmende aus unterschiedlichen Berufsfeldern verdichten ihre jeweilige Praxis auf einem einseitigen A3 Blatt und übersetzen Arbeitsweisen, Routinen, Metaphern oder Schrittfolgen in eine gestaltete Darstellung. So entsteht ein gemeinsamer Denkraum, in dem nicht ein einheitliches Vorgehen gesucht wird, sondern Überschneidungen, Unterschiede und wiederkehrende Muster von Methodik und Kreativität. Das Projekt versteht diese Beiträge als Ausgangspunkt für Austausch und Analyse zu Themen wie professioneller Rolle, Zielen, Verantwortung und den Bedingungen, unter denen kreative Arbeit stattfindet.
Die Arbeit knüpft an frühere Formate an, darunter ein Workshop im Rahmen von AcrossRCA am Royal College of Art in London. Dort wurden cross-disziplinäre Haltungen und Methoden anhand persönlicher Erzählungen untersucht und in kollaborative Analyse überführt. Praktische Kompetenzen wie Illustration, Mapping, Recherchetechniken und Buchbindung flossen in eine gemeinsame Publikation ein, die die Vielfalt und zugleich die gemeinsamen Bezugspunkte von Methoden in Design sowie Arts and Humanities dokumentierte. Aus dieser Phase entwickelte sich ein fortlaufender Forschungsfaden, der das Übersetzen von Erfahrung in Metaphern und figurative Sprache als Werkzeug nutzt, um Verbindungen zwischen Praktiken herzustellen.
Seit 2020 wurde Sharing Paths to Creation als Medium für den Austausch kreativer Prozesse weitergeführt und mit Beiträgen von Fachleuten ausgebaut; später wurde das Vorhaben als laufendes Projekt etabliert, auch vor dem Hintergrund veränderter Arbeitsrealitäten während der Pandemie. Ein zentraler Bestandteil ist ein Online Archiv, das die eingereichten A3 Beiträge sammelt und als Referenz für die Auseinandersetzung mit Narrativen von Methode dient. Das Archiv wird unter https://sharingpathstocreation.org geführt.
Adressiert ist das Projekt an Menschen, die ihre Arbeitsweise reflektieren und in eine visuelle oder textliche Form bringen möchten, etwa aus Gestaltung, Forschung, Kunst, Bildung oder anderen professionellen Kontexten. Typische Einsatzsituationen sind die Dokumentation des eigenen Vorgehens, der Vergleich von Methoden in Teams oder Studienkontexten sowie die Inspiration durch fremde Denk- und Arbeitsmodelle. Als Forschungsrahmen verbindet Sharing Paths to Creation die Perspektive auf Raum und Narrative mit konkreten Artefakten der Praxis und macht kreative Methodik als teilbares Wissen zugänglich.