Sola Domum – Kunst, Kultur & Events
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Sola Domum ist das private Fotoprojekt von Thomas Deicke und widmet sich Urban Exploring sowie der Fotografie von Lost Places. Im Mittelpunkt stehen verlassene Industrieanlagen, ruhende Herrenhäuser und aufgegebene Dörfer, die durch gesellschaftlichen Wandel zurückbleiben und oft dem Verfall…
Sola Domum ist das private Fotoprojekt von Thomas Deicke und widmet sich Urban Exploring sowie der Fotografie von Lost Places. Im Mittelpunkt stehen verlassene Industrieanlagen, ruhende Herrenhäuser und aufgegebene Dörfer, die durch gesellschaftlichen Wandel zurückbleiben und oft dem Verfall oder Abriss entgegengehen.
Thomas Deicke nähert sich diesen Orten nicht als Historiker und auch nicht mit dem Anspruch, sie rein dokumentarisch festzuhalten. Ihn interessiert, was er vor Ort wahrnimmt und wie sich das Gesehene durch den Sucher interpretieren lässt: Welche Spuren hinterlässt Zeit an Architektur und Details, wie verändert Licht die Wirkung, und welche Stimmung entsteht aus Verganglichkeit, Staub und Stille. Lost Places werden dabei als Orte der Inspiration verstanden, die Aufmerksamkeit und Ruhe verlangen, um das Hier und Jetzt bewusst zu erleben.
Ein prägendes Element ist die Affinität zur Schwarz Weiss Fotografie. Farbe gilt als potenziell ablenkend, während Schwarz Weiss zur Konzentration auf Formen, Kontraste und das Wesentliche führt. Diese Haltung begleitet das Projekt seit den Anfängen: In jungen Jahren begann Deicke mit einer analogen Yashika FX D, erkundete damit die Stadt und lernte, vertraute Umgebungen neu zu sehen. Die Kamera ist bis heute Teil seiner fotografischen Biografie und steht sinnbildlich für die Konstanz, die Welt immer wieder durch den Sucher zu entdecken.
Inhaltlich verbindet das Projekt Urban Exploration mit einer nachdenklichen Perspektive auf Wahrnehmung und Verganglichkeit. Zitate und Reflexionen rahmen die fotografische Haltung: das Bewusstsein für Zeit, die Rolle des Lichts und die Idee, dass emotionale Wirkung nicht zwingend aus technischer Perfektion entsteht. Dadurch richtet sich das Angebot an Menschen, die sich für Lost Places, urbane Erkundungen und eine eher interpretierende, stimmungsorientierte Fotografie interessieren, bei der das genaue Hinsehen wichtiger ist als reine Faktenchronik.
Weitere Informationen zum Projekt finden sich unter https://www.sola-domum.info. Dabei bleibt der Charakter klar persönlich und nicht kommerziell, mit Fokus auf dem fotografischen Blick und der Auseinandersetzung mit verlassenen Orten als Motiv und Erlebnisraum. Insgesamt entsteht ein ruhiges, subjektives Porträt einer fotografischen Arbeitsweise, die Architekturreste und verwaiste Landschaften nicht nur zeigt, sondern als Anlass nimmt, über Zeit, Licht und Wahrnehmung nachzudenken.