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Gunter Krönes arbeitet als bildender Künstler in Kirchheim unter Teck in der Region Stuttgart und ist Absolvent der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart. Seine künstlerische Arbeit ist von einem stark material und prozessbezogenen Ansatz geprägt. Statt fertige Motive in den…

Gunter Krönes arbeitet als bildender Künstler in Kirchheim unter Teck in der Region Stuttgart und ist Absolvent der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart.

Seine künstlerische Arbeit ist von einem stark material und prozessbezogenen Ansatz geprägt. Statt fertige Motive in den Vordergrund zu stellen, rückt er Handlungen und Eingriffe ins Material in den Mittelpunkt: schütten, schmieren, sägen, schneiden, spritzen, stechen, schrauben, schleifen, streichen, spachteln, schnüren, schütteln und stopfen werden als künstlerische Verfahren benannt. Dadurch entsteht ein Verständnis von Kunst als Arbeit am Stofflichen und am Gemachten, bei dem Oberflächen, Spuren und Bearbeitungsschritte selbst zum Inhalt werden.

Inhaltlich bewegt sich die Arbeit von Gunter Krönes in einem Feld, das menschliche, tierische, technische, chemische, physische und psychische Aspekte nebeneinanderstellt. Die Begriffe wirken wie ein offenes Inventar an Zuständen und Zuschreibungen, das Gegensätze und Übergänge zulässt: organisch und anorganisch, flüssig und fest, klebrig und glatt, farbig und schwarz weiss, weiblich und männlich, rational und irrational, lebendig und tot. Auch gesellschaftliche und politische Bezüge tauchen als Teil dieses Vokabulars auf, ebenso wie das Alltagssprachliche, das Groteske oder das Tragische. So entsteht ein thematischer Rahmen, der nicht auf eine einzelne Aussage festgelegt ist, sondern ein breites Spektrum an Wahrnehmungen, Bewertungen und Spannungen aufruft.

Wer sich für zeitgenoessische Kunst interessiert, in der Material, Bearbeitung und sprachliche Setzungen zusammenwirken, findet in diesem kuenstlerischen Profil klare Anknuepfungspunkte. Das Angebot ist besonders relevant fuer Personen, die sich mit experimentellen Arbeitsweisen, mit der Wirkung von Oberflaechen und Eingriffen sowie mit der Verknuepfung von Koerperlichem, Technischem und Sozialem in der Kunst auseinandersetzen. Eine zentrale Anlaufstelle fuer Informationen zu Gunter Kroenes ist https://www.gunter-krönes.de. Dabei steht weniger ein abgeschlossenes Werkverzeichnis im Vordergrund als eine kuenstlerische Haltung, die ueber Verfahren, Materialitaet und die Vielschichtigkeit von Begriffen und Zustanden lesbar wird.

Durch die Kombination aus handwerklich klingenden Taetigkeiten und einer langen Reihe von Eigenschaften und Gegensaetzen wird ein Arbeitsfeld skizziert, das Offenheit zulaesst und zugleich konkrete, koerpernahe und technische Prozesse betont. Diese Verbindung kann dabei helfen, die kuenstlerische Praxis als fortlaufende Untersuchung zu verstehen, in der das Gemachte, das Vermischte und das Gefundene gleichberechtigt neben dem Geplanten steht.